Combat-Veteranen zu Gast im BMVg

 

Am 18.01.2017 nahmen Vertreter der Combat Veteranen an der 4. Arbeitsgruppensitzung zur Erarbeitung des Konzepts zur „Betreuung von ehemaligen Angehörigen der Bundeswehr, die unter Einsatzfolgen leiden“ .

Ziel des Konzepts als sogenanntes Dachdokument ist „die Verbesserung der Hilfe und Fürsorge für die ehemaligen Angehörigen der Bundeswehr, die physisch oder psychisch an Einsatzfolgen leiden oder einen Einsatzunfall erlitten haben sowie deren Angehörigen“. Dazu wurden in einer ministeriellen Arbeitsgruppe zunächst Handlungsfelder definiert und eine Defizitanalyse durchgeführt, deren Ergebnisse nun in der vierten Arbeitsgruppensitzung mit Vertretern von Verbänden, Vereinen und anderen Organisationen diskutiert wurden.

Folgende Handlungsfelder wurden definiert:

− Identifikation und Information von ehemaligen Angehörigen der Bundeswehr, die unter Einsatzfolgen leiden,
− Materielle Unterstützung,
− Medizinische Versorgung,
− Psychosoziale Beratung und Betreuung durch die Bundeswehr,
− Unterstützung durch der Bundeswehr nahestehende Organisationen und Einrichtungen („Netzwerk Hilfe“),
− Koordinierung der Unterstützung und Verantwortlichkeiten.

Im Ergebnis steht die Absicht der Einrichtung einer sogenannten „Zentralen Ansprech- Leit- und Koordinierungsstelle für alle Belange von Bundeswehrangehörigen, die unter Einsatzschäden leiden“. Ziel ist es, damit einen ganzheitlichen Umgang mit den o. g. Handlungsfeldern zu schaffen und die derzeit durch unterschiedliche Regelungen und Einrichtungen gekennzeichnete Unterstützung zusammenzufassen.

Die Combat Veteranen konnten sich insbesondere beim ersten Handlungsfeld einbringen, in dem noch einmal verdeutlicht wurde, wie wichtig die Definition des Veteranenbegriffs als Instrument zur Information und zur Senkung von Hürden für diejenigen, die auf der Suche nach Hilfe sind, ist. Diese Ansicht wurde vom gesamten Gremium geteilt.

Insgesamt macht dieses Arbeitsgruppentreffen Hoffnung. Insbesondere dahingehend, dass durch die gemeinsame Information und Koordination von Hilfe Betroffene schneller erreicht werden. Außerdem scheint der Kampf um den Veteranenbegriff noch nicht verloren.