Memorialrun 2015 und Podiumsdiskussion des BDV

Am Wochenende waren Mitglieder der Combat-Veteranen in Berlin zu Gast.
Am Freitag luden der Bundeswehrverband und der Bund Deutscher Veteranen zur Podiumsdiskussion.
Thema war: "Braucht Deutschland Veteranen!?". Es wurde ausgiebig darüber diskutiert, wer überhaupt Veteran der Bundeswehr ist, und welche Bedeutung solch eine Definition hätte. Wir stellten fest, dass immer noch über dieses Thema diskutiert wird, obwohl 2013 schon im Koalitionsvertrag der CDU/CSU und der SPD der Begriff Veteran benutzt wurde. "Die Verantwortung für unsere Veteranen wollen wir gemeinsam tragen. Dies gilt auch bei der Fürsorge für Verwundete und Versehrte, und für die würdige Gestaltung der Erinnerung an unsere Gefallenen." Selbst im Zentralerlass des Generalinspekteurs zum Thema Betreuungsbüro / Freizeitbüro wird der Begriff Veteran benutzt und definiert. Die Podiumsdiskussion endete mit den Worten unseres Präsidenten: "Hört auf zu diskutieren und tut endlich etwas; wir brauchen ein Veteranenkonzept, welches endlich auf den Weg gebracht werden muss".

 

Gegen Abend trafen sich die angereisten Mitglieder der Combat Veteranen auf dem Gelände des "Cafe´ zum Hangar". Dort wurden Sie vom Gastgeber, den "Recondo Vets", herzlich begrüßt.
Viele internationale Veteranen, sowie deutsche Veteranen-Motorrad Clubs waren angereist und man begann sich untereinander kennenzulernen und ließ alte Freundschaften wieder aufzuleben.
In einer feierlichen Zeremonie wurden Willkommensgeschenke ausgetauscht. Unser Geschenk wurde von Daniel gezaubert. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür.

Die Combat-Veteranen nutzten den Abend auch gleich, um drei neuen Mitgliedern ihre Coins zu verleihen.
Der Samstag begann für uns offiziell 10:30 Uhr mit den Vorbereitungen auf den Memorialrun.
Wir verlegten in kleinen Marschkolonnen zum Ausgangsort, dem Platz der Luftbrücke in Tempelhof, wo ab 12:00 Uhr der Memorialrun startete.

 

Dort angekommen, wurde die Einteilung vorgenommen. Alle Präsis fuhren vorne, der Rest der Clubs geordnet dahinter. Echo Foxtrott übernahm kurzer Hand die Gruppenführung der Combat-Veteranen mit insgesamt 6 Motorrädern.
Die Marschstrecke führte durch Berlin Mitte und endete direkt am Bendlerblock, BMVg. Marschleistung der 140 Motorräder, ca. 25 km.
Auf der Fahrt zum Ehrenmal ging es in langsamer Fahrt und mit Polizeieskorte an vielen Schaulustigen vorbei, die den Fahrern zujubelten oder Fotos mit ihren Handys machten. Gänsehautfeeling war angesagt.

Am Bendlerblock gedachten wir sehr würdevoll unserer gefallenen Kameraden. Die Dudelsackspieler der Black Kilts Berlin Pipes & Drums, gaben der Zeremonie den emotionalen Drive, der viele Veteranen sofort ergriff.
Muerte (Präsi d. Recondos) und Robert Sedlatzek-Müller hielten jeweils eine Rede, die allen Beteiligten die Besonderheit des Memorialrun vor Augen führte. Nach der Kranzniederlegung und dem gemeinsamen Abschlussfoto, ging es mit den Motorrädern zurück zum Ausgangspunkt Tempelhof. Von dort wurde, wieder in kleinen Marschpaketen, zurück zum Cafe´ Hangar verlegt. Am Cafe´ wartete die Fußabteilung der Combat-Veteran auf die Biker, um dann gemeinsam die Abendveranstaltung beginnen zu lassen.
Eine alte Tradition der Recondos ist es, stündlich eine Glocke auf dem Gelände zu läuten. Dies ist für alle Veteranen das Zeichen, sich für einen Moment, mit einem Getränk "bewaffnet" zu versammeln, um der gefallenen Kameraden zu Gedenken.
Das waren, wie schon in den vergangenen Jahren, für alle ganz besondere Momente. Die Veteranen machten einander Mut, nahmen sich in die Arme, trösteten sich gegenseitig und waren für einen Moment still.
Es wurden an diesem langen Abend viele Pläne geschmiedet, Freundschaften geschlossen, gegenseitige Einladungen ausgesprochen und gemeinsam gegessen und getrunken. Christophe von den Combat-Veteranen verteilte noch die Clubfahnen und lies zu später Stunde noch seinen Coin fallen ...
Uns wurde zugetragen, es wurde nicht allzu teuer. Am Sonntag trafen sich alle Veteranen zum gemeinsamen Frühstück, um dann zeitnah in alle Himmelsrichtungen nach Hause aufzubrechen.
Alle Veteranen waren sich einig, nächstes Jahr sind wir wieder dabei! Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützern, die durch ihr Engagement, die Präsenz der Combat-Veteran (Germany) beim Memorialrun 2015 zum Erfolg machten.
Danke an StoPi, Christophe, Marco und auch an Silberrücken, der knapp 1200 km Fahrt auf sich genommen hat